Thommy Weiss / pixelio.de 

Seit Ausbruch der Corona Pandemie in Deutschland feiern wir unseren Gottesdienst virtuell im Wohnzimmer daheim.

Eine Zusammenkunft in der Gemeinde ist leider nach wie vor schwierig und mit vielen Auflagen verbunden.

Aber nun ist es endlich soweit: wir feiern - gemeinsam - unseren ersten Outdoor Gottesdienst !

Am Sonntag, 19.07.2020
von 10:30 bis 11:30 Uhr

Auf dem Pausenhof der
Grundschule am Gerner Platz

Eingang über die Lagerstraße zwischen African Heart und Café Schönleben, gegenüber Hausnummer 29

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung findet ihr hier.



 

Was lief eigentlich bei unserer Jugend in der kontaktlosen Corona Zeit ?

Viele Wochen ohne richtigen Teen- und Jugendkreis liegen hinter uns.

Sobald klar war, dass unsere freitäglichen Treffen erst einmal entfallen, wurde die Idee der Daily Challenge seitens der Teen- und Jugendkreisleiter Ann-Christin, Alina, Johannes und Clemens geboren.

Es gab Aufgaben wie: Schreibe eine Postkarte an deine Großeltern, verkleide dich als Hippie, überreiche jemanden einen Blumenstrauß, baue einen Turm aus möglichst vielen Steinen und vielen mehr. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

7 Wochen und 47 Challenges später sind hier ein paar bildliche Impressionen und wenn du Geschmack auf mehr bekommen hast, dann klick dich doch einfach einmal in unseren YouTube Kanal.

Inzwischen dürfen wir uns Outdoor wieder treffen und so gibt es bis zu den Sommerferien noch ein paar coole Aktionen im freien Feld: Erdbeeren pflücken, Radltour etc.



 

Wohnzimmergottesdienst der EGP

In unserm YouTube-Kanal treffen wir uns zum Wohnzimmer-Gottesdienst Livestream und stellen Predigten online zur Verfügung.

Vergangene Gottesdienste findet ihr als Video in unserer Mediathek und als Audioversion in unserer Audiothek.



 

Liebe Gemeinde,

Wir befinden uns in einer herausfordernden Zeit!

Vieles erinnert mich an die Zeit, als das Volk Israel in Babylon gefangen war. Herausgerissen aus bewährten Strukturen. Bis zur Spannung herausgefordert, mit der neuen Situation zu leben.

Eine echte Zerreißprobe für das gesamte Volk. Viele werden durch Angst und Einsamkeit bedroht. Und die Menschen stehen Auge und Auge mit einem scheinbar übermächtigen Feind.

Mitten in diese Situation sendet Gott seinen Propheten und lässt ihn seinem Volk zurufen:

9 Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg; Jerusalem, du Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas: Siehe, da ist euer Gott; siehe, da ist Gott der HERR! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen. Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her. 11 Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen.
Jesaja 40,9ff

Der Prophet hat eine klare und durchdringende Botschaft mitten in das Chaos und die Verzweiflung des Volkes: Fürchte dich nicht!

Ja die Situation ist ernst. Und ja es scheint so, als ob das Volk Spielball einer größeren Macht ist.

Aber es gibt einen, der noch größer ist. Einer, der wie ein Hirte seine Schafe versorgt, sammelt und beschützt. Gott der HERR. Der Gott, der das Volk Israel zu seinem Volk gemacht hat.

Und so kann das Volk selbst zur Freudenbotin werden, die aus dem Tal der Angst und des Chaos emporsteigt und für die anderen auf Gott zeigt und ruft: Siehe, da ist euer Gott!

Diese Verheißung Gottes an sein Volk im Exil darf und soll uns auch in unserer herausfordernden gesellschaftlichen und globalen Lage ermutigen: Fürchte dich nicht! Gott hat von seiner Seite alles getan, um uns zu erwerben. Er hat ein für alle Mal die Mächte des Bösen und des Todes überwunden. Der Tod hat nicht das letzte Wort, sondern der lebendige und barmherzige Gott. Und wir sind seine Herde. Deshalb wird er uns voran gehen und diese Welt, aber auch unser Leben zu einem guten Ende führen.

Und gerade in einer Zeit des Chaos und der Furcht dürfen wir zu Freudenbotinnen und Freudenboten werden. Lasst uns einander und unseren Mitmenschen immer wieder zurufen:

Da ist euer Gott; siehe, da ist Gott der HERR!

Lasst uns aber auch selbst auf diesen Ruf hören und den Blick zu Gott wenden. Er ist es, der vor dir steht und sagt: Fürchte dich nicht!

Ich lade euch ein, als Antwort auf den Ruf des Propheten Psalm 23 zu beten.

Seid gesegnet und bleibt gesund!

Euer Jakob Kimpel